Die Brücke zwischen Print und Digital

Christoph Grunicke, XMPie, beim Printdata Forum

Ein neuer Ansatz im Multi Channel Marketing

Der Vortrag von Christoph Grunicke, XMPie, beleuchtet die Verbindung der digitalen Welt mit Print. Die Relevanz und die Wahl des entsprechenden Kommunikationskanal für die jeweils gewünschte Kundenreaktion bestimmt nach Christoph Grunicke über den Erfolg der einzelnen Kampagne und schafft Raum für neue Formen des Kundendialogs nicht zuletzt mit Printprodukten.

„Digital“ muß das Hauptthema sein und nicht nur ein Begleiter von Print - lautet der Titel einer der ersten Vortragsfolien etwas provokativ in Richtung der anwesenden Druckdienstleister. Belegt wurde diese Feststellung unter anderem an den Zahlen einer Studie des IDC, nachdem 2016 bereits mehr als 50 % der Marketingausgaben den digitalen Kanäle zugeordnet werden können und dieser Anteil bis 2019 noch einmal deutlich anwachsen soll.

Diese Entwicklung wird durch den „ Immer-Online“ Konsumenten befördert, der sich mobil besser informiert und daher auch aufgrund der verfügbaren Informationsvielfalt und der Transparenz anspruchsvoller aber auch machtvoller am Markt als Verbraucher agiert.

Wo bleibt also die Bedeutung von Print und wie ist Print innerhalb des Multi Channel Marketing zu positionieren?

Zunächst hat Print natürlich gegenüber den digitalen Medien den einzigartigen Vorteil des haptischen Erlebnisses. Druckprodukte lassen sich fühlen, riechen, sind nachhaltig und länger präsent als digitale Medien und können mit entsprechenden kreativen Gestaltungsmöglichkeiten ansprechender und aktivierender wirken. Somit nimmt Print heute und auch zukünftig weiter eine wichtige Rolle in der user experience ein und wird seine Rolle auch in einem mehrheitlich digital gestalteten Kommunikationsprozess behalten.

Die Relevanz des Printproduktes anhand der oben beschriebenen Eigenschaften und seiner Rolle in der Begleitung des potentiellen Kunden innerhalb der Kaufprozesses richtig ergänzt durch die digitale Kommunikation mit deren Möglichkeiten der sofortigen, aktuellen Kommunikation und der messbaren Interaktion, gilt es in einer Multi Channel Kampagne zu vereinen und optimal einzusetzen.

Zukünftig wird es verstärkt die Aufgabenstellung des Mediendienstleisters sein, die Druckleistung in eine geeignete Kampagne zu integrieren und den Fahrplan dieser Kampagne gemeinsam mit dem Kunden zu erarbeiten, um Neukunden zu gewinnen, bestehende Kunden zu halten und auszubauen und in allen Bereichen die individuelle Kommunikation zu pflegen.

Die praktische Relevanz solcher Kampagnen wurde von Christoph Grunicke anhand von zwei Bespielen verdeutlicht. In einer idealtypisch dargestellten Kampagne über die komplette customer journey eines Interessenten für eine Kapselkaffeemaschine ( Pressocup ) wurde der Einsatz und die Ausprägungen der einzelnen Kommunikationsmittel erläutert und gezeigt.

Der folgenden „Fahrplan“ zeigt beispielsweise als Ausschnitt den Medieneinsatz für einen Interessenten der auf der Webseite Interesse an einer Kaffeemaschine gezeigt hat und begleitet ihn durch mehrere Mailschritte schlußendlich bis zu der Zusendung eines gedruckten Rabattgutscheines für eine Maschine oder den dazugehörigen Kaffee.

"Fahrplan“ für den Medieneinsatz eine Kampagne. Alle Mailschritte bis zur Zusendung eines Rabattgutscheins sind genau dargestellt und begleiten den Kunden in seiner Kampagne.

Diese Fahrpläne gilt es mit den verschiedenste Medien für alle Kontaktstufen des Kunden vom Interesse bis schlußendlich dem cross- oder upselling nach Eingehen einer Kundenbeziehung zu erstellen und mit Leben zu erfüllen.

Diese Darstellung einer Kampagne dient nicht nur der Kampagnenvorstellung gegenüber dem Kunden des Mediendienstleisters, sondern birgt für alle Beteiligten die Chance, Erfolge zu messen und ggfs. Korrekturen innerhalb dieser oder für folgende Kampagnen zu erkennen und zu begründen.

In einem zweiten Beispiel wurde ein auf Kundenpro len erstellter Teilkatalog eines Versandhausunternehmens präsentiert, der individualisierte Seite mit gedruckten Standardinhalten kombiniert und mittels personalisierten Webseite und Emails ergänzt.

Grundsätzlich ist die Aufmerksamkeitsrate eines Kataloges mit einer durchschnittlichen Öffnungs- und Leserate von 69 % und einer 30 Minütigen Verweildauer schon sehr hoch. Eine 2015 erstellte Studie stellt fest, daß ein relevantes Druckprodukt zu mehr als 69 % die Grundlage für einen Kauf darstellt und mittels einer Personalisierung ein 51 % höherer Bestellwert erzeugt wird als bei einem standardisierten Katalog.

Print und Digital sind laut Christoph Grunicke nicht als konkurrierende Kanäle zu betrachten, sondern befruchten sich in einer Kampagne mit Ihren jeweiligen Stärken gegenseitig. Mit einem Werkzeug wie XMPie und den Erfahrungen des Mediendienstleisters und den Daten des Auftraggebers sowie den Daten, die der Endkunde bereit ist bereit zu stellen, lassen sich relevante und damit erfolgreiche Kampagnen sowohl für große Markenartikler wie auch für den Handwerker am Ort erfolgreich und wirtschaftlich gestalten.

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